Gif­tiges & Un­gesun­des

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Giftiges & Ungesundes:

Avocado

Das in Avocado enthaltene Persin kann den Herzmuskel angreifen. Besonders gefährdet hierfür sind Kanarienvögel, Wellen- und Nymphensittiche.

Bärlauch

Das im Bärlauch enthaltene Allicin ist giftig für Hunde und Katzen. Es greift die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) an und verklumpt in ihnen den roten Blutfarbstoff. Die Folge ist eine Anämie. Vor allem muss man sich bewusst sein, dass die Zerstörung der Blutkörperchen mit dem ersten Gramm Bärlauch beginnt, auch wenn sie erst in einer höheren Dosis klinisch relevant wird.
 

Goldhafer

Goldhafer ist ein Gras, das eine Vitamin D gleiche Wirkung zeigt, allerdings vom Körper nicht als solches erkannt wird. Die Folge ist, dass die selbstregulierenden Prozesse des Körpers nicht greifen. Die Folge ist eine Weichteilverkalkung mit irreversiblen Schäden v.a. an Niere und Leber. Goldhafer findet sich manchmal in Fertigfutter für kleine Heimtiere, aber auch in Kräutermischungen für Hunde und Katzen..

Johanniskraut

Johanniskraut ist eine Heilpflanze, die bei leichten depressiven Stimmungsschwankungen eingesetzt wird. Tiere, die regelmäßig Johanniskraut zu sich nehmen, entwickeln sehr leicht eine Phototoxizität. Die Folge ist eine Überempfindlichkeit der Haut gegenüber Sonne. Johanniskraut findet sich in einigen Fertigfuttermitteln für kleine Heimtiere, in Kräutermischungen für Hunde und Katzen und in manchen Futtermitteln, die eine beruhigende Wirkung haben sollen. Wegen seiner möglichen Nebenwirkungen sollte Johanniskraut nur vorübergehend und nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt gefüttert werden.

Knoblauch

Genau wie Bärlauch enthält Knoblauch den Inhaltsstoff Allicin, der von Hunden und Katzen nur unzureichend verstoffwechselt werden kann. Die toxische Dosis, bei der die entstehende Anämie klinische relevant wird, liegt bei 5 g Knoblauch / kg Körpergewicht bzw. 1,25 mg Knoblauchextrakt / kg Körpergewicht. Auch hier gilt jedoch: die Zerstörung der roten Blutkörperchen findet ab dem ersten Gramm Knoblauch statt.

Leber

Leber enthält viel gesundes Vitamin A und darf in keiner BARF Ration fehlen. Ein Zuviel an Vitamin A sorgt jedoch dafür, dass die Wirbelsäule verknöchert. Katzen sind hiervon besonders betroffen. Das safe upper limit, als die Menge an Vitamin A, die maximal aufgenommen werden darf, damit keine Symptome entstehen liegt bei 8229 IE Vitamin A / kg KGW0,67, das entspricht bei einer 4 kg Katze 27 g Hühnerleber (= Leber eines Huhns) pro Tag. Vorsicht ist hier auch bei Fertigfutter geboten, denn auch in der Dose kann ein zu hoher Leberanteil eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Luzerne

Luzerne ist ein besonders hochwertiges Gras mit einem sehr hohen Protein- und Calciumgehalt. Beides ist per se keineswegs giftig, sollte jedoch an kleine Heimtiere, die übergewichtig sind oder an Urinsteinen leiden, auf keinen Fall verfüttert werden. Luzerne findet sich sehr häufig in Fertigfutter für kleine Heimtiere, aber auch in Heumischungen.

Macadamia

Was an der Macadamia für Hunde und Katzen giftig ist, ist unbekannt. Das typischste Symptom ist eine Hinterhandschwäche, aber auch Erbrechen kommt vor. Die Symptome treten bereits ab einer Menge von 2 g / kg Körpergewicht ein.

Muskatnuss

Das in der Muskatnuss enthaltene Myristicin löst Bauchkrämpfe, Erbrechen und Durchfall, aber auch Halluzinationen aus. Eine Prise Muskat ist ungefährlich. Ein Fall für die Notaufnahme ist es jedoch, wenn Ihr Hund oder Ihre Katze eine ganze Nuss verschluckt.

Nelken

In Nelken ist Eugenol enthalten, das nur schwer verstoffwechelt werden kann. Symptome sind Erbrechen, Ataxie, Apathie, Koma, Leber- und Nierenversagen. Bei Katzen können bereits 1,5 verschluckte Nelken Vergiftungssymptome auslösen, bei Hunden 14 Nelken.
 

Obstkerne

In Obstkernen ist Blausäure enthalten. Allerdings ist die gut im Kern verschlossen, d.h. nur wenn Kerne zerkaut werden, kann die Blausäure ihre giftige Wirkung entfalten. Eine viel größere Gefahr geht von den Kernen von Steinobst oder Mangos aus: werden diese verschluckt, können die unverdaulichen Kerne im Darm steckenbleiben und einen Darmverschluss verursachen.
 
 

Rohes Schweinefleisch

Das Herpesvirus der Schweine, das Aujeszky Virus, löst bei Hunden und Katzen die stets tödlich verlaufende Pseudotollwut aus. Deutschland gilt bei Hausschweinen als Aujeszky frei. Wildschweine sind hingegen noch von dem Virus betroffen. Durch Erhitzen wird das Virus abgetötet. Gegartes Schweinefleisch kann daher bedenkenlos gefüttert werden. Da Herpesviren auch sehr empfindlich gegenüber Austrocknung sind, können auch getrocknete Kauartikel vom Schwein bedenkenlos gefüttert werden.

Schokolade

Das in Schokolade enthaltene Theobromin und Koffein ist giftig für Hunde und Katzen. Je dunkler die Schokolade, desto giftiger ist es. Bei Aufnahme von Schokolade sollte immer ein Tierarzt kontaktiert werden, um zu ermitteln, ob eine Behandlung notwendig ist.

Teebaumöl

Teebaumöl kann insbesondere von Katzen, aber auch von Hunden, nur schwer verstoffwechselt werden. Es führt schnell zu neurologischen Symptomen wie Taumeln, Zittern und Unruhe, aber auch bis hin zum Koma. Teebaumöl sollte auf keinen Fall mit dem Futter gegeben werden, aber auch nicht auf die Haut aufgetragen werden, da Katzen es sich aus dem Fell ablecken.

Weintrauben und Rosinen

Die in Weintrauben und Rosinen enthaltene Weinstein und Weinsäure lösen bei Hunden und Katzen ein akutes Nierenversagen aus. Da die Gehalte stark schwanken können, erklärt es, warum es nur manchmal zu Vergiftungssymptomen kommt.

Xylitol

Xylitol oder Birkenzucker ist ein Zuckerersatzstoff, der bei Menschen immer größere Beliebtheit erfährt. Für Hunde ist dieser Stoff hochgradig toxisch. Bereits 0,1 g Xylitol / kg Körpergewicht können schwerste Vergiftungssymptome in Form von Krampfanfällen auslösen. Bereits bei einer Aufnahme von 0,05 g Xylitol / kg Körpergewicht sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.
Für Katzen ist der Zuckerersatzstoff ungefährlich. Er wirkt sich sogar positiv auf die Zahngesundheit aus. Vorsicht ist daher bei gemeinsamer Haltung von Hunden und Katzen geboten, falls Katzen ein Xylitol haltiges Zusatzmittel zur Zahnpflege erhalten.rung.

Zimt

Im Zimt ist Cumarin enthalten, das die Blutgerinnung hemmt. Allerdings ist nur im günstigen Cassiazimt die Menge für kleine Lebewesen wie Haustiere und Kinder bedenklich, während sie im teuren Ceylonzimt als ungefährlich gilt.

Zucker

Für Hunde und Katzen ist Zucker so ungesund wie für uns Menschen. Eine kleine Menge schadet ihnen nicht, von größeren Mengen werden sie allerdings leichter übergewichtig. Kleine Heimtiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen erleiden bei Zuckeraufnahme jedoch sehr schnell gesundheitliche Probleme. Da Zucker von den Mikroben in ihrem Darmtrakt sehr schnell verstoffwechselt wird, kommt es leicht zu einem Absterben der guten Bakterien. Zucker, genauso Kohlenhydrate wie Getreide oder größere Mengen Obst sollten daher bei Kaninchen, Meerschweinchen und Co nicht im Napf landen.

Zwiebel

Genau wie Bärlauch und Knoblauch enthält auch die Zwiebel Allicin, weswegen auch dieses Gemüse nicht im Napf landen sollte.

Dr. med. vet.
Stephanie Schmitt

Zusatzbezeichnung Ernährungsberatung für Kleintiere, Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik

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